Der Tiroler GIOVANNI SEGANTINI (1858-1899) starb heute vor 127 Jahren auf dramatische Weise (Blinddarmdurchbruch in einer Berghütte) nach einem ebenso dramatischen 41jährigem Leben, in dem er durch mehrere Malstile ging und doch etwas Typisches schuf, an dem man sofort seine Bilder erkennt. Das erste hier gezeigte Bild hing im April 2026 in der Pinoteca Brera, in der Kunstakademie von Mailand, in der auch SEGANTINI studiert hatte. Es zeigt eine eher spätimpressionistische Sicht auf „Naviglio a Ponte San Marco“ von 1880. Aber schon 8 Jahre später erkennt man im Gras, auf dem „Das strickende Mädchen“ sitzt, Typisches: eine geradezu pointillistische Art, die Natur zu malen: Gras, Wälder und Berge – manchmal durchzogen von kleinen goldfarbenen Fäden (gesehen 2022 im Kunsthaus Zürich). Das erkennt man auch deutlich in den folgenden, später entstandenen Bildern wie in der „Alpenlandschaft mit Frau am Brunnen “ von 1893 (gesehen 2023 im Kunstmuseum Winterthur) und in dem Bild „Rückkehr zur Heimat“ von 1895, das ich in Berlin 2023 in der Alten Nationalgalerie sah und im Detail von nahem fotografierte, um die kleinen Goldfäden zu entdecken, von denen ich in einer Biographie zu SEGANTINI gelesen hatte.